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Für die meisten stellt die Ernährungsumstellung die größte Hürde dar, da sie durch das tägliche P90X Workout nicht nur ihre gewohnte Tagesplanung umstellen müssen, sondern insbesondere ihre Ernährungsgewohnheiten verändern müssen. Mittlerweile repräsentiert Essen ja nicht nur Ernährung, sondern es ist auch eine gesellschaftliche Veranstaltung und dient manchmal sogar als Trostspender.

Leider ist die obige Frage etwas schwieriger zu beantworten, da es immer von den individuellen Ernährungsgewohnheiten abhängt.

Man kann aber grundsätzlich festhalten, was mir auch oft im Gespräch mit anderen aufgefallen ist, insbesondere mit Personen, die gerade angefangen haben sich bewusst mit ihrer Ernährung auseinanderzusetzen, dass ihnen gar nicht bewusst war, wie schlecht sie sich vorher ernährt haben. Im Gegenteil, sie dachten, dass sie sich “relativ” gesund ernähren würden… ihnen war zwar klar, dass sie sich nicht “sehr gesund” ernähren würden, aber im Großen und Ganzen hätten sie ihre Ernährung als “ausgewogen” bezeichnet.

Vielleicht sollten wir uns ehrlich fragen: Wenn unsere Ernährung vorher tatsächlich so “ausgewogen” war, wieso setzen wir uns heute mit dem Thema P90X überhaupt auseinander?

Mein Credo war immer, dass 80% des Erfolges in P90X vom einhalten des Ernährungsplan abhängt, und das behaupte ich weiterhin. Jedoch will ich das auch nicht so einfach daher sagen, deshalb würde ich gerne im folgenden Artikel den Ernährungsplan etwas genauer unter die Lupe nehmen, und ergründen, wieso dieser gerade so wichtig ist.

Das richtige P90X Ernährungslevel

Ganz am Anfang, wenn man P90X beginnt und den Ernährungsplan durchliest wird man aufgefordert sich in ein Ernährungslevel einzuordnen. Anhand des aktuellen Körpergewichts und einer Formel wird ermittelt wie viele Kalorien man zu sich nehmen sollte, wenn man P90X betreibt (wohlgemerkt: dieses geschieht NICHT geschlechterspezifisch). Somit ergibt sich bei einem jeweiligen Körpergewicht von:

  • Weniger als 69kg = Level I (1800kcal / Tag)
  • Innerhalb 69kg bis 90kg = Level II (2400kcal / Tag)
  • Mehr als 90kg = Level III (3000kcal / Tag)

Vor allem sieht man, dass die tägliche Kalorienzufuhr nicht auf einen pauschalen Wert reduziert wird, sondern dieses abhängig von der bisherigen Ernährungsweise geschieht (zumindest mittelbar, da das derzeitige Gewicht unter anderem auch eine Konsequenz der bisherigen Ernährungsweise ist). Dieses wird vor allem deshalb gemacht, damit der Stoffwechsel nicht in eine Art “Sparmodus” übergeht. Wird nämlich ein zu großes Kaloriendefizit (es werden mehr Kalorien verbraucht als eingenommen) geschaffen, dann schaltet der Stoffwechsel regelrecht auf  Sparflamme. Dadurch wird zum einen die Fettverbrennung zurückgefahren und zum anderen, und das ist der weitaus schlimmere Effekt, wird der Körper versuchen sämtliche Nahrung in Energiereserven umzuwandeln ‒ sprich: in Fett. Dieses erklärt auch den so genannten “Jojo-Effekt” nach einer Diät.

Ein weiterer Grund, wieso der Ernährungsplan teilweise eine erhöhte Kalorienzufuhr vorschreibt, ist dass man mit P90X schließlich auch das Muskelwachstum fördern will. Und Muskeln können nur wachsen, wenn der Körper genügend Energie zu Verfügung hat.

Keine Angst, durch das tägliche Workout und die richtige Ernährung (insbesondere durch die gesunde Ernährung und die jeweiligen Nährstoffe) wird der Stoffwechsel in einem so hohen Maße auf Trab gehalten, dass man trotz erhöhter Kalorienzufuhr Unmengen an Körperfett verbrennt.

Die 3 Phasen des P90X Ernährungsplan

Wie vorhin angedeutet spielt nicht nur die tägliche Kalorienmenge eine Rolle, sondern auch die Zusammensetzung dieser Kalorien. Natürlich kann man damit argumentieren, dass die eingenommene Kalorienmenge das einzige Kriterium bei der Gewichtsabnahme ist (man erinnere sich nur an den amerikanischen Ernährungswissenschaftler, der sich ausschließlich von Fastfood und Süßigkeiten ernährt hat, um dabei zu zeigen, dass man auch gleichzeitig abnehmen kann). Jedoch lässt man bei so einer beschränkten Sichtweise eine wichtige Komponente außer Acht… nämlich die Körperkomposition. Wenn die Ernährung nicht nur Treibstoff, sondern auch gleichzeitig Baustoff unseres Körpers ist, dann tun wir gut daran unseren Körper mit qualitativ hochwertigen Materialien aufzubauen. Schließlich ist P90X kein “Abnehm”-Programm, sondern ein “Fitness”-Programm. Die athletische Figur und der Fettabbau sind lediglich ein Nebeneffekt der erhöhten körperlichen Fitness (wenn auch ein sehr angenehmer).

Wie jeder weiß muss ein Hochleistungsmotor auch mit entsprechend hochwertigem Treibstoff versorgt werden, damit dieser seine volle Leistungskapazität erreicht. Und genau darauf ist der P90X Ernährungsplan abgestimmt, nämlich den jeweils qualitativ hochwertigen Treibstoff bereit zu stellen, den unser Körper braucht, um Hochleistungen in den Workouts zu vollbringen.

Mittlerweile wissen wir, dass das Prinzip des “Muscle-Confusion” darauf beruht, dass die Workouts mit den jeweiligen Phasen variieren. Um dem veränderten Leistungsanspruch in den Phasen gerecht zu werden, wird auch der Ernährungsplan zusammen mit den Phasen variiert. So teilt man den Ernährungsplan ebenfalls in 3 Phasen ein:

  • Fat Shredder (50% Proteine, 30% Kohlenhydrate & 20% Fett)
  • Energy Booster (40% Proteine, 40% Kohlenhydrate & 20% Fett)
  • Endurance Maximizer (20% Proteine, 60% Kohlenhydrate & 20% Fett)

Mit gesteigertem Leistungsaufwand wird auch die Kohlenhydratezufuhr phasenweise gesteigert, bis sie in der letzten Phase den Großteil der eingenommenen Kalorien einnimmt (man beachte: Leistungssportler ernähren sich mit der gleichen Kalorienzusammensetzung wie in “Endurance Maximizer”). Man sieht, hat man einmal die 3. Phase erreicht, hat man auch sprichwörtlich das Level eines Leistungssportlers erreicht. Und es ist somit auch nicht weiter verwunderlich, wieso in so vielen P90X Verwandlungsfotos die Veränderung vom 60. zum 90. Tag dermaßen gravierend ausfällt. Denn durch die erhöhte Kohlenhydratezufuhr steht dem Körper auch wesentlich mehr Energie in den Workouts zur Verfügung, so dass man das nötige “Extra” in die Übungen legen kann und man dadurch seine Resultate maximiert.

Fazit

Die Resultate des P90X Programm werden deshalb so stark vom richtigen Ernährungslevel und der richtigen Ernährungszusammensetzung beeinflusst, weil diese beiden Faktoren optimal auf den Leistungsanspruch der jeweiligen Workouts abgestimmt wurden.

In diesem Sinne: DRINK YOUR WATER, PEOPLE!

PS: Vollkommen außer Acht gelassen habe ich den Aspekt “Wasser”. Für das tägliche P90X Training und für die Fettreduktion ist es enorm wichtig, dass der Körper ständig hydriert bleibt. Somit sollte mal täglich 2-3 Liter Wasser trinken.


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